11.07.2021 – Grosse Scheidegg

Ausgangspunkt der Tour war Interlaken. Um 10 Uhr sind wir zu 10 gestartet, die erste Stunde entlang des Brienzer Sees war optimal zum Einfahren. Durch Rosenlauital haben wir in bester Stimmung die Steigung in Angriff genommen. Auf halber Strecke des Anstiegs haben wir im Hotel Rosenlui eine kurze Kaffeepause eingelegt und nur die wenigsten wussten was sie danach noch erwarten würde. Passagen von bis zu 18% haben für einige grössten Kampfgeist erfordert.

Für einige war es die erste Rennrad Tour des Jahres und für andere die längste Steigung in ihrer Rennradkarriere. Jeder und jede Einzelne hat sie aber mit Bravour gemeistert.

Auf der Abfahrt nach Grindelwald haben wir zu Mittag im Restaurant Wetterhorn gegessen und anschliessend ging es fast nur noch abwärts nach Interlaken.

Einigkeit hat geherrscht, dass die Grosse Scheidegg landschaftlich einer der schönsten Schweizer Pässe ist.

Die Grosse Scheidegg verbindet Grindelwald mit Meiringen. Die Passhöhe liegt auf 1962 m ü. M. Im Gegensatz zur Kleinen Scheidegg, die mit 2061 m.ü. M. paradoxerweise höher als die Grosse Scheidegg und nur mit mit der Zahnradbahn zu erreichen ist, zählt die Grosse Scheidegg zu den sportlichen Höhepunkten für Rennradler im Berner Oberland. Das Gross im Namen bezieht sich wohl auf die grössere Bedeutung: Der Übergang ins Haslital war in älteren Zeiten wichtiger für die Grindelwalder im Vergleich zum Pass nach Wengen und ins Lauterbrunnental, das auf anderer Route bequemer zu erreichen war.

Von Meiringen sind 1’370 hm auf knapp 18 km zurückzulegen. Die Bergstrasse durch das Reichenbachtal ist sehr abwechslungsreich durch die unzähligen Bergwiesen, Wasserfälle und grandiose Felslandschaften, sodass man die zum Teil steilen Passagen gerne in Kauf nimmt. An gewissen Stellen ist die Strasse 12% bis 14% steil, auf einer Rampe unmittelbar nach der Schwarzwaldalp sogar 18%. Doch die imposante Aussicht auf das markante Wetterhorn entlohnt den Aufstieg gewaltig. Die Aussicht aufs Tal und die umgebenden Felswände von Wetterhorn, Schreckhorn und Eiger ist eindrücklich.

Die Abfahrt hinab nach Grindelwald ist nicht weniger schön, wenngleich die schmale Straße und die nicht immer optimale Asphaltdecke im steilen Gefälle einige Konzentration erfordern.In Grindelwald angekommen kann man die Runde bis nach Interlaken verlängern, immer alles leicht abwärts und auf besten Strassen.

Vom Grindelwald kommend sind bis zur Passhöhe 927 hm auf 10 km zurückzulegen. Die Grosse Scheidegg ist ein unverzichtbares Highlight in den Berner Alpen und sollte bei jedem Rennradfahrer:in ganz oben auf der Liste der zu befahrenen Pässe stehen.

Erlebnis: 5/5

Kondition: 5/5

Landschaft: 5/5




























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